In sozialer Verantwortung für ein:
Leben in Vielfalt
Leben in Gemeinschaft
Leben in Assistenz

Präambel

Unser Leitbild ist in einem Prozess entstanden, in welchem sich der Träger des Alten- und Pflegeheimes St. Josef, die Heimleitung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ein Menschen- und Weltbild verständigt haben.

Dieses Leitbild ist verbindlich für die Zusammenarbeit und die Beziehung zwischen den Beschäftigten und den Hausbewohnern, den Angehörigen, den Beschäftigten untereinander und dem Umgang mit der Öffentlichkeit.

Das Alten- und Pflegeheim St. Josef hat in seiner Eigenschaft als stationäre Altenpflegeeinrichtung einen öffentlichen Versorgungsauftrag, dem es durch seine angebotenen Leistungen in vollem Umfang gerecht wird.

Wo kommen wir her?

Bereits 1944 waren die Ordensschwestern von der Genossenschaft der Elisabethinnen (Preußweg, Aachen) als Krankenschwestern auf dem Hauptverbandsplatz, danach in der Bürgermeisterwohnung und ab 1946 in der ehem. Gaststätte Boymanns, Freiheitstrasse, in der ambulanten Krankenpflege tätig. In der Gaststätte Boymanns wurde eine kleine Station für 5 Frauen eingerichtet.
Die Ursprünge von St. Josef in Übach gehen auf das Jahr 1958 zurück. In dieser Zeit überlegte der Kirchenvorstand der Kath. Pfarrgemeinde St. Dionysius Übach den Bau eines Altenheimes. Nach dem Baubeginn Mitte 1962 konnten 20 Senioren und 5 Ordensschwestern am 23.2.1964 das neue Haus mit dem Namen „St. Josef“ beziehen.

1973 wurde in der Adolfstraße ein Saal zwischen den Gebäuden Kindergarten und Altenheim errichtet. Am 18.03.1978 wurde der Erweiterungsbau mit 35 Plätzen eingeweiht. 1996 konnte dann ein zusätzlicher Erweiterungsbau mit 19 Plätzen fertig gestellt werden, worin 2 Kurzzeitpflegeplätze eingestreut sind.

Das Fundament –Unser Menschenbild

Die Grundlage für unser Handeln ist das christliche Menschenbild. Christlicher Glaube respektiert und anerkennt andere Religionen und die Eigenheiten anderer Kulturen. Unser Handeln trägt dazu bei, die frohmachende Botschaft Jesu in die Welt zu tragen. Dies geschieht vor allem dadurch, dass menschenwürdiges Leben gelebt und gestaltet wird.

Die Einzigartigkeit und Individualität jedes Menschen und die ihm von Gott gegebene unantastbare Würde verpflichtet uns, menschliches Leben vom Anfang bis zum Ende zu achten, zu schützen und, wo Not ist, helfend zu begleiten. Insofern steht bei uns der einzelne Mensch in all seinen Dimensionen – geistig, körperlich, seelisch - im Mittelpunkt unseres Auftrages.

Dieses Menschenbild gilt für alle Menschen, die mit unserer Einrichtung in Beziehung stehen, -Bewohner, Angehörige, Betreuer, Mitarbeiter, ehrenamtliche Mitarbeiter, Ärzte, Lieferanten.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Josef

Der Einzug in eine stationäre Altenhilfeeinrichtung ist für den jeweiligen Menschen und seine Angehörigen ein gravierender, zumeist schmerzlicher Einschnitt im Lebensverlauf.

In unserem Haus schaffen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern. Das Wohlbefinden jeder Bewohnerin und jedes Bewohners ist von hohem Stellenwert. Wir wollen die Individualität und die Biographie achten und diese in den alltäglichen Umgang einfließen lassen. Den im Laufe eines Lebens angesammelten Schatz an Erfahrung, Lebensweisheit und -wissen gilt es zu entdecken, wahrzunehmen und anzunehmen.

Die Wünsche und Bedürfnisse jeder Bewohnerin und jedes Bewohners gilt es aufzuspüren. Eine differenzierte Wahrnehmung der jeweiligen eigenen Fähigkeiten, die eingebracht und/oder gefördert werden können, ist absolut notwendig. Wir streben deshalb in St. Josef ein eigenständiges Leben mit der notwendigen Unterstützung, also ein Leben mit Assistenz an.

Die Erfahrung mit dem Lebensende eines Menschen kann als eine der Grenzerfahrungen menschlicher Existenz bezeichnet werden. Sterben und Tod nehmen wir als Teil des Lebens an und werden den Sterbeprozess würdevoll gestalten. Die Erkenntnisse heutiger Schmerztherapie werden in unserem Haus eingesetzt. Wir fühlen uns einer individuellen Sterbebegleitung verpflichtet. Wir arbeiten eng mit den Seelsorgern der Kirchen und Religionsgemeinschaften zusammen.

Soweit es dem Wunsch der Bewohnerin oder des Bewohners entspricht, werden die Seelsorger in die Sterbebegleitung einbezogen.

In Würde sterben bedeutet für uns auch, darauf hinzuwirken, dass Maßnahmen, die den Sterbeprozess mit unnötigen Qualen verbinden, nicht durchgeführt werden. Angesichts der gesellschaftlichen Debatte um die passive Sterbehilfe werden wir mit der gebotenen Rücksichtnahme über die juristischen und ethischen Folgen lebensverlängernder Maßnahmen informieren und die Bewohner und die Angehörigen um eine möglichst klare Willensbestimmung bitten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von St. Josef

Wir schätzen, fördern und tolerieren die Individualität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Die Bedürfnisse nach Sicherheit, Zukunft, Entwicklung, Beteiligung und Wertschätzung werden von allen anerkannt. Wir streben einen Umgang untereinander an, der von Verständnis, Würde und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Unser Haus verfolgt keinen Selbstzweck. Alle im Haus Tätigen arbeiten an der Zielsetzung, eine Dienstleistung an den Bewohnerinnen, Bewohnern und Angehörigen zu erfüllen.

Deshalb sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unser wichtigstes Potential.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen entsprechend ihrer persönlichen und fachlichen Qualifikation eine eigenständige Aufgabe wahr. Sie übernehmen Verantwortung und tragen somit ihren Teil dazu bei, dass ein ganzes Team und die ganze Einrichtung ein gutes Arbeitsergebnis hinsichtlich der Zielsetzung erreicht.

Die Grundsätze der Angemessenheit, Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und der schonende Umgang mit den Ressourcen werden von allen Beschäftigten angewandt und weiterentwickelt.

Alle Beschäftigten in St. Josef verstehen sich als zeitlebens lernende Menschen. Bewährtes soll fortgeführt werden, Neues offen bewertet und der notwendige ständige Veränderungsprozess mitgestaltet werden.

Das Miteinander wird bestimmt durch Zieldefinition, Selbstreflexion und interne und externe Fort- und Weiterbildung. Da kein Mensch fehlerfrei ist, praktizieren wir in allen Bereichen einen offenen Umgang mit den Unzulänglichkeiten. Fehler werden angstfrei benannt und besprochen.

Die Auseinandersetzung mit Fehlern soll den Lernprozess befruchten und dient somit zur Weiterentwicklung des Einzelnen und damit auch der gesamten Organisation.

Ein Interessenausgleich zwischen dem Interesse des Einzelnen, aller Mitarbeiter und dem der Organisation wird angestrebt und muss immer wieder neu herbeigeführt werden.

Dieses Verständnis prägt den Arbeits-, Kommunikations- und Führungsstil auf allen Ebenen. Die Suche nach Kooperation, sowie die Fähigkeit Lob und Kritik zu äußern und anzunehmen sind entscheidend für die Zusammenarbeit zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Arbeitszufriedenheit aller Beschäftigten wird wesentlich beeinflusst von der Freude an und bei der Arbeit. Die Zufriedenheit prägt somit entscheidend die Atmosphäre im Hause und damit auch nach außen. 

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